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Unterwegs zu mir
- Romy Christel Landgraf -


 

Romy Christel Landgraf – geboren 1964 im ehemaligen Karl-Marx-Stadt, jetzt Chemnitz. Jahrelang selbständig tätig im Bereich Handel. Dann kam die Lebens-wende und die Sinn-suche. Ausbildung zur Reikimeisterin. Erste Pilgerreisen. Der Weg zu mir begann. Mit ihm mein Erstlingswerk „Unterwegs zu mir“.

Heute tätig als Autorin, Tänzerin und Tanzlehrerin. Lebe mit meinem Mann in Limbach Oberfrohna im Bundesland Sachsen.

   

Romy Christel Landgraf

   www.romyland.de                 romyland@web.de 

 


 

Kurzbeschreibung
&
Cover

 

 

Unterwegs zu mir

Unterwegs zu mir

Dem grauen Deutschlandwetter entfliehen, allein danach stand
ihr der Sinn, und so plante sie eine Reise in die Sonne.
Die kanarischen Inseln boten sich an – schön warm und sonnig,
und doch schon nach wenigen Flugstunden zu erreichen.
IHN, ihren Reisepartner, fand sie im Internet unter
REISEPARTNERSUCHE. de,
und los ging’s,
mit fremdem Partner  -   zu fremden Inseln.

Als erholsamer Wanderurlaub geplant,
wurde ihr Unterwegssein zu einem Selbsterfahrungsseminar.
Die Autorin durchlebte eine schmerzliche Selbsterkenntnis,
erhielt Denkanstöße, tiefe Einsichten
und viele Antworten auf Fragen des Lebens,
die uns wohl alle bewegen.

Der Leser ist herzlichst eingeladen mit unterwegs zu sein
in einer einzigartigen Natur,
teilzuhaben an inspirierenden Erlebnissen,
und einzutauchen in eine etwas andere
Gedanken – Welt ...

 

 

Leseprobe - Unterwegs zu mir

Impressionen einer Reise mit Sinnsprüchen und Übungen

Der Bahnsteig füllte sich mit Menschen, welche alle zielorientiert an mir vorbeizogen, und so schnell wie sie kamen, wieder verschwanden. Bis auf einen. Der lungerte etwas abseits von mir, hatte einen speckigen Rucksack dabei und sah aus wie einer von unter der Brücke links dreimal klopfen. Das konnte ER unmöglich sein! Diese Erscheinung passte nicht zu der Vorstellung, die ich von IHM hatte, noch zu seiner Telefonstimme, welche mir noch im Ohr klang. Nein. So konnte ich mich nicht täuschen! Außerdem hätte ER mich schon längst angesprochen, wenn ER es denn wäre. Dieser Mensch da wartete sicher auf jemand anderes. Und der, auf den ich wartete, hatte den Zug verpasst. Nun gut, ich würde erfahren, was passiert war. Doch merkwürdig fand ich schon, dass besagte Erscheinung mutterseelenallein hier auf dem Bahnsteig verweilte. Das ist nicht unbedingt ein gängiger Treffpunkt. Und auch kein beliebter Aufenthaltsort. Und so trieb mich meine Neugierde, oder was auch immer, doch dazu, diese Seele von Mensch, welche mir in ihrer äußerlichen Erscheinung so gar nicht gefiel, mal anzusprechen: „Wartest du hier auf jemanden?“ fragte ich. Was Besseres viel mir wohl nicht ein. ER rollte die Augen, blickte weg, dann wieder mich an. Ich dachte, ja okay, entschuldige, hätte ja sein können, und hakte nach: „Also auf niemanden, den du nicht kennst?“ Keine Reaktion. Und so war ich dabei mich abzuwenden, um wieder heim zu gehen. Doch da entsann ER sich, dass ich wohl diejenige sein könnte, auf welche ER wartete ...

Au Backe! Stoßgebet und Beschwerde gingen umgehend und per Eilbrief 'gen Himmel. Was soll das! Also bitte, liebe Engel! Äußerlich ließ ich mir nichts anmerken, versuchte es jedenfalls. Ich gab mich nett, plaudernd und fröhlich. Dabei arbeitete mein Gehirn wie wild: Was mache ich jetzt bloß? Sagte ER nicht 18.15 Uhr fahre sein Zug zurück, und diese Zeit sollte reichen, um uns etwas kennen zu lernen und zu entscheiden? Ich hatte schon entschieden! Am liebsten wäre mir, ER nehme gleich den nächsten Zug zurück! Diese meine Gedanken behielt ich allerdings für mich. ER war ja eigens für unser Kennenlernen aus München nach Chemnitz angereist. ‚Das kannst du nicht machen,’ meldete sich mein Gewissen. ‚ER kann ja trotzdem ein netter Kerl sein, beurteile nicht nur nach dem Äußeren!’

Während wir zu meinem Auto liefen überlegte ich, wo wir uns für einen kurzen Moment, als freundliche Geste sozusagen, aufhalten könnten und wie ich IHN am schnellsten wieder loswerden konnte. Ich entschied mich für eine einfache aber gemütliche Pizzeria ganz in der Nähe. Wir aßen und tranken und ich lud IHN ein. Aus seinem ekelhaft dreckigen Rucksack packte ER dann Reiseführer und Wanderkarten und redete über sein Urlaubsziel Kuba und über den noch nicht festgelegten Ablauf dieser bevorstehenden Reise.

Bald fuhr ich IHN dann zum Bahnhof zurück und war mir sicher: Den sehe ich nie wieder! Hatte ich doch eine gute Ausrede: Kuba war mir plötzlich viel zu weit, zu heiß, und überhaupt.

Jedoch es sollte anders kommen: ER änderte sein Reiseziel. Ich meine Meinung.  Und eine spannungsgeladene Reise nahm ihren Lauf...

Romy Christel Landgraf

Hier gibt’s mehr über mich und mein Reiseerleben zu erfahren:  www.romyland.de

 

 

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